{"id":25238,"date":"2026-03-12T00:12:45","date_gmt":"2026-03-11T23:12:45","guid":{"rendered":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/produkt\/knell-gustav-und-miklos-bukovics-entwurf-fuer-ein-wohnhaus-in-wien-doebling\/"},"modified":"2026-03-12T00:12:47","modified_gmt":"2026-03-11T23:12:47","slug":"knell-gustav-und-miklos-bukovics-entwurf-fuer-ein-wohnhaus-in-wien-doebling","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/produkt\/knell-gustav-und-miklos-bukovics-entwurf-fuer-ein-wohnhaus-in-wien-doebling\/","title":{"rendered":"Knell, Gustav und Miklos Bukovics. &#8211;  Entwurf f\u00fcr ein Wohnhaus in Wien-D\u00f6bling."},"content":{"rendered":"<p>Wien, um 1914<\/p>\n<p>56 : 70 cm. Aquarell auf Papier auf Karton aufgezogen. Unterhalb der Darstellung auf dem Karton bezeichnet.<\/p>\n<p>1200,00 EUR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Detaillierter Entwurf einer herrswchaftlichen Villa, wahrscheinlich auf der Hohen Warte in Wien-D\u00f6bling. Das Architektenduo entwarf zwei Wohnh\u00e4user im 18. Bezirk in Wien, die noch heute stehen. Der Entwurf mit Ankl\u00e4ngen und Beeinflussung durch die Zeitgenossen wie Otto Wagner, Josef Hoffmann und andere. Voll ausgef\u00fchrte Entw\u00fcrfe wie der vorliegende, sind heute nur mehr schwer zu finden. &#8211; Gustav Knell (1871-1931)  Ausbildung, Studienreisen, internationale Aufenthalte 1891 k.k. Staatsgewerbeschule Wien 1 (Reifepr\u00fcfung an der H\u00f6heren Gewerbeschule, Bautechnische Abteilung) 1891-1894 Akademie der bildenden K\u00fcnste Wien (Sch\u00fcler bei Victor Luntz). &#8211; Beruflicher Werdegang, Lehrt\u00e4tigkeit 1916-1917 Kriegsdienst (Landsturm-Ingenieur bei Genie-Stabsgruppe in Galizien) &#8211; ab 1920 Architekturb\u00fcro mit M. Bukovics in Waidhofen\/Ybbs, N\u00d6 1926 Befugnis eines Zivilarchitekten mit dem Wohnsitz Waidhofen\/Ybbs, N\u00d6, Minichberg 3 bzw. Gottfried-Frie\u00df-Gasse 7. Gustav Knell wurde 1871 als Sohn eines Beamten in Wien geboren. Nach der Reifepr\u00fcfung an der k.k. Staatsgewerbeschule in Wien 1 besuchte er bis 1894 die Akademie der bildenden K\u00fcnste bei Professor Luntz in Wien. Die ersten Berufsjahre des Architekten waren gepr\u00e4gt durch die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben und Projekten, meist mit wechselnden Partnern (Eduard Engelmann, Robert Hadrich und Hans Patsch). Die Themenstellung der Wettbewerbe war weit gef\u00e4chert und reichte vom Bau einer Irrenanstalt bis zu General-Regulierungspl\u00e4nen von St\u00e4dten. Daneben entstanden aber auch selbst\u00e4ndige Entw\u00fcrfe und Projekte, die zumeist auch ver\u00f6ffentlicht wurden. -Nach der eigenst\u00e4ndigen Planung eines Pfarrhofes mit Betsaal f\u00fcr Wien-Floridsdorf (Wien 21, Weisselgasse 1; 1904\/1906) arbeitete Knell bis etwa 1910 mit Clemens Kattner an Kirchenentw\u00fcrfen f\u00fcr Tirol und K\u00e4rnten mit. &#8211; Mit dem Architekten Rupert Diedtel, der 1911 ein Jahr bei Knell wohnte, entstand ein weiterer pr\u00e4mierter Wettbewerbsentwurf f\u00fcr ein Schutzhaus am Anninger, N\u00d6. &#8211; Von 1913 bis 1915 ging Knell wieder eine Arbeitsgemeinschaft, diesmal mit dem Architekten Miklos Bukovics, ein, aus der zwei Wohnh\u00e4user in Wien und Wettbewerbsentw\u00fcrfe resultierten. Ab 1920 arbeitete Knell in einem Architekturb\u00fcro in Waidhofen\/Ybbs mit Bukovics zusammen. Wahrscheinlich bewirkte die Erteilung der Befugnis eines Zivilarchitekten mit Sitz in Waidhofen\/Ybbs den Umzug des Architekten in diese Stadt, wo er im 62.Lebensjahr starb und auch beerdigt wurde. Das architektonische \u0152uvre von Gustav Knell ist nach dem heutigen Wissensstand von 1896 bis 1915 nachzuweisen. Da Knell meist mit verschiedenen Partnern arbeitete, l\u00e4sst sich sein eigener Stil kaum herausarbeiten. Die in einer damaligen Fachzeitschrift reproduzierten Wettbewerbsentw\u00fcrfe mit dem Luntz-Sch\u00fcler Robert Hadrich, eigenst\u00e4ndige Entw\u00fcrfe um 1900 sowie der 1904 geplante Pfarrhof mit Betsaal f\u00fcr die Pfarrgemeinde A.B. Wien-Floridsdorf (Wien 21, Weisselgasse 1; 1904\/1906) weisen meist secessionistische Z\u00fcge und Einfl\u00fcsse des Heimatstils auf. &#8211; Knapp vor dem Ersten Weltkrieg entwarf Knell mit dem Architekten Miklos Bukovics zwei Wohnh\u00e4user im 18.Wiener Gemeindebezirk. Die Villa in der Hockegasse 95 (1913\/14) zeigt Formen des Heimatstils und der Wiener Werkst\u00e4tte. Das Wohnhaus am T\u00fcrkenschanzplatz 7 (1914\/15) hingegen fiel in seiner Anlage als monumentaler, fast palaisartiger Bau in barockisierenden Formen und Elementen der Wiener Werkst\u00e4tte aus. &#8211; WOHN-\/GESCH\u00c4FTSBAUTEN: 1910 Arzthaus Kukutsch, Spittal\/Drau, Neuer Platz 16, Ktn. (mit Clemens Kattner) 1913-1914 Mietvilla, Wien 18, Hockegasse 95 (mit M. von Bukovics) -1914-1915 Wohnhaus, Wien 18, T\u00fcrkenschanzplatz 7 (mit M. von Bukovics)  &#8211; Mikl\u00f3s Bukovics wurde 1871 in Budapest geboren, wo er wahrscheinlich auch seine Ausbildung erhielt und seine ersten Arbeiten ausf\u00fchrte. Das erste von ihm bekannte Werk ist n\u00e4mlich das Handelsministerium in Budapest, das er im Jahr 1887 errichtete. Ab dem Jahr 1899 lebte und arbeitete Bukovics in Waidhofen\/Ybbs, und zwar zun\u00e4chst als Bauamtsleiter im st\u00e4dtischen Bauamt und als Betriebsleiter der st\u00e4dtischen Elektrizit\u00e4tswerke. Im Jahr 1905 machte er sich selbst\u00e4ndig, ohne jedoch seine T\u00e4tigkeit als Bausachverst\u00e4ndiger f\u00fcr die Stadtgemeinde aufzugeben. Laut Nachruf war er ein viel besch\u00e4ftigter Architekt, der neben der Realisierung diverser \u00f6ffentlicher Geb\u00e4ude \u2013 wie etwa dem Krankenhaus von Waidhofen (im Dehio N\u00d6 allerdings einem Karl Soche zugeschrieben) \u2013 auch Pl\u00e4ne f\u00fcr die Kanalisierung sowie eine Reihe st\u00e4dtebaulicher Entw\u00fcrfe erarbeitet hat. Dar\u00fcber hinaus soll Bukovics in Waidhofen auch Gasth\u00f6fe, Wohnh\u00e4user und \u00e4u\u00dferst repr\u00e4sentative Villen errichtet haben.- In den Jahren 1913-1915 unterbrach Bukovics seine T\u00e4tigkeit in Waidhofen und errichtete gemeinsam mit Gustav Knell zwei Geb\u00e4ude in Wien. Dar\u00fcber hinaus beteiligte sich das Architektenteam an einigen Wettbewerben, bei denen Bukovics und Knell auch Preise erhielten, wie z.B. f\u00fcr den architektonischen Abschluss des Schottenrings (1915). Ab dem Jahr 1920 lie\u00df sich Knell ebenfalls in Waidhofen nieder und wurde Partner in Bukovics\u2019 B\u00fcro. Gemeinsame Arbeiten sind allerdings nicht dokumentiert, denn nach seiner R\u00fcckkehr nach Waidhofen scheint Bukovics nur noch als Sachverst\u00e4ndiger und Gutachter f\u00fcr die Stadt auf. Im Jahr 1945 wurde Bukovics aller \u00c4mter enthoben, die genaueren Hintergr\u00fcnde konnten jedoch nicht eruiert werden. Bukovics war in Waidhofen eine sehr popul\u00e4re Pers\u00f6nlichkeit. Allerdings wurde er weniger aufgrund seiner T\u00e4tigkeit als Architekt gesch\u00e4tzt, sondern vor allem wegen seiner \u201eDicht- und Schauspielkunst\u201c. Er brachte zahlreiche Sprechst\u00fccke, Volksst\u00fccke, Operetten und Spielopern zur B\u00fchnenreife, und insbesondere das vom heimischen Dichterkomponisten Edi Freunthaler geschaffene Werk \u201eUnter der bl\u00fchenden Linde\u201c wurde unter Bukovics\u2019 Regie ein derart gro\u00dfer Erfolg, dass das Werk auch auf Tournee wie z.B. nach Salzburg und St.P\u00f6lten ging, und bis in die 70er Jahre des 20.Jahrhunders aufgef\u00fchrt wurde. -Bukovics galt als geselliger Mensch und war Mitglied in zahlreichen Vereinen, wie dem M\u00e4nnergesangs-, dem Schul- und dem Versch\u00f6nerungsverein. 1907 war er Mitbegr\u00fcnder des Geselligkeitsvereins \u201eSchlaraffia\u201c. &#8211; Angesehen und beliebt starb Bukuvics im 76.Lebensjahr in Waidhofen\/Ybbs und wurde auch am dortigen Friedhof begraben.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":25240,"template":"","meta":[],"product_brand":[],"product_cat":[29,48,90,914],"product_tag":[],"class_list":{"0":"post-25238","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-20-jahrhundert","7":"product_cat-architektur","8":"product_cat-viennensia","9":"product_cat-zvab","11":"first","12":"instock","13":"purchasable","14":"product-type-simple"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product\/25238","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product\/25238\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27811,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product\/25238\/revisions\/27811"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/media\/25240"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25238"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=25238"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=25238"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=25238"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}