{"id":24706,"date":"2026-03-12T00:16:51","date_gmt":"2026-03-11T23:16:51","guid":{"rendered":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/produkt\/movie-zerlett-hans-h-revolutionshochzeit\/"},"modified":"2026-03-12T00:16:51","modified_gmt":"2026-03-11T23:16:51","slug":"movie-zerlett-hans-h-revolutionshochzeit","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/antiquariat-steinbach.com\/rarebooks\/produkt\/movie-zerlett-hans-h-revolutionshochzeit\/","title":{"rendered":"Movie &#8211;   Zerlett, Hans. H. &#8211;  Revolutionshochzeit."},"content":{"rendered":"<p>Berlin, Tobias-Rota, 1929.<\/p>\n<p>30 : 21 cm. 12 Seiten mit vielen Abbildungen. Original Karton.<\/p>\n<p>75,00 EUR<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paris im Jahr 1793, mitten in der franz\u00f6sischen Revolution: Um den letzten Wunsch ihres verstorbenen Vaters zu erf\u00fcllen, hat sich die Komtesse Alaine de l\u2019Estelle mit dem Adligen Erneste de Tressailles verlobt. Erneste k\u00e4mpft als sogenannter Emigrantenoffizier in der \u00f6sterreichischen Armee gegen die Republikaner. Als Erneste in der N\u00e4he von Alaines Schloss Trionville stationiert wird, besucht er sie, um schnell zu heiraten. Doch da dringt eine republikanische Armee unter F\u00fchrung des kaltherzigen B\u00fcrgerkommissars Montaloup ins Schloss ein und verhaftet Erneste. Als Emigrantenoffizier und Volksfeind wird er zum Tode verurteilt. Um Erneste zu retten, bittet Alaine den gutm\u00fctigen republikanischen Oberleutnant Marc-Arron um Hilfe\u2026  Dieses visuell opulente und hochkar\u00e4tig besetzte Revolutionsdrama zeigt, mit welcher Raffinesse ein \u00bbblo\u00dfer Unterhaltungsfilm\u00ab Ende der 1920er Jahre hergestellt werden konnte. Das zugrunde liegende B\u00fchnenst\u00fcck des popul\u00e4ren d\u00e4nischen Schriftstellers Sophus Micha\u00eblis wurde zuvor bereits viermal in D\u00e4nemark und Deutschland verfilmt. Diese letzte stumme Bearbeitung f\u00fcrs Kino ist eine Meisterleistung internationaler Zusammenarbeit: Ein d\u00e4nischer Regisseur setzte im Auftrag einer deutschen Produktionsfirma ein d\u00e4nisches St\u00fcck mit franz\u00f6sischem Inhalt in Szene, das kleine, aber feine Ensemble bestand aus dem Schweden G\u00f6sta Eckman, der Italienerin Diomira Jacobini, dem \u00d6sterreicher Fritz Kortner und der D\u00e4nin Karina Bell. Ein Paradebeispiel f\u00fcr die Internationalit\u00e4t der Filmproduktion und der Filmgeschichte \u2013 und des Filmerbes.  [&#8230;] Eine Gesamtleistung und von selten verwirklichter Geschlossenheit, Abrundung, Gekonntheit. Ein Werk, in dem alle, aber auch alle Register gezogen \u2013 und richtig gezogen werden. Ein Film, der den Rechenschaftsbericht einer ganzen Periode filmk\u00fcnstlerischer Entwicklung beinhaltet \u2013  der nicht Experimente also in Neuland (oder vermeintliches Neuland) beabsichtigt, sondern der die Summe zieht von dem, was deutsche Filmproduktion heute auf Grund aller von ihr geistig erarbeiteten Kenntnisse um die Kinematographie nach jeder Hinsicht zu leisten, zu geben, zu verwirklichen vermag.  Und ein schlagender Beweis daf\u00fcr, da\u00df die alleintragf\u00e4hige geistige Basis produktiven Filmschaffens das Manuskript ist. Denn in diesem Buch von Norbert Falk und Robert Liebmann ist in der Tat die Summe aller feststehenden und unbestreitbaren Erkenntnisse gezogen, die wir vom Wesen der Filmdramatik haben. Die h\u00f6chst pers\u00f6nliche Meisterleistung zweier sch\u00f6pferischer Bilddramengestalter, die klares Wissen um Stumme Ausdruckskunst in eine mit \u00dcberlegenheit rhythmisierte Bildhandlung von zwingender Kontinuit\u00e4t, von \u00fcberzeugendem In- und Gegeneinander und vollendeter Kongruenz des inneren und \u00e4u\u00dferen Weltbildes, von packender Zwangsl\u00e4ufigkeit in der tiefen Wechselwirkung zwischen zeitgebundenem Vorgang und menschlichem und psychologischem Schicksal zu komponieren wissen. Dramatische Kunst im tiefsten und letzten Sinne des anspruchsvollen Wortes. Dramatische Kunst als Lichtspiel. (Die F\u00fclle der Einzelheiten w\u00e4re zu gro\u00df, wenn der Rezensent dem Wunsche, sie hier festzustellen, nachgeben w\u00fcrde.)  So sei zur Handlung, zum Dramenbau des Drehbuches nur dies noch gesagt: wie schleudern uns die ersten packenden Bilder unwiderstehlich in die Zeit der gro\u00dfen Revolution \u2013 wie l\u00f6st sich das Spiel, wie klingt es ab mit der geistreichen Aufnahme der Rokokouhr; gefilmte Geschichts-Philosophie klingt an \u2026 und es darf nicht verschwiegen werden, weil es vielleicht das Sch\u00f6nste an diesem sch\u00f6nen Film ist, da\u00df er Gesinnung hat. Und da\u00df seine Gesinnung \u2013 gerade seine Gesinnung \u2013 das Publikum bei offener Szene zu begeistertem Beifall empor ri\u00df. Einer der wenigen Filme \u2013 und damit ist vielleicht das Beste \u00fcber ihn gesagt \u2013 der die Hirne zum Nachdenken zwingt.  Vor allem aber spricht er zu den Herzen. Und da\u00df A. W. Sandberg, der d\u00e4nische Regisseur, sich nicht nur als Meister der gro\u00dfartigen, prachtvoll bewegten und belebten Massenszenen erweist, sondern vielmehr \u00fcber der \u00e4u\u00dferen Entfaltung den inneren menschlichen Kern und damit den eigentlichen Spielszenen seine ganze Liebe mit feinstem Gef\u00fchl f\u00fcr die Entr\u00e4tselung des menschlichen Herzens zuwendet, macht seine Regieleistung zu einer k\u00fcnstlerischen Tat. Man mu\u00df sich die ungew\u00f6hnlichen Aufgaben vergegenw\u00e4rtigen, vor die gerade dieses anspruchsvolle Sujet den Regisseur stellte, um zu ermessen, welch reicher und gro\u00dfer Interpretationskunst es seine Verwirklichung zu, stummsprechenden Film zu danken hat.  Die Terra hat nicht allein reiche Mittel jeder Art zur Verf\u00fcgung gestellt, um die gro\u00dfen historischen Visionen der Autoren und des Spielleiters zu verwirklichen, sondern auch ein mit h\u00f6chster Sorgfalt ausgew\u00e4hltes Schauspieler-Ensemble. [\u2026]  Hans Wollenberg in: Lichtbild-B\u00fchne, Nr. 239, 4.10.1928.  Regie: A.W. Sandberg &#8211; Drehbuch: Norbert Falk, Robert Liebmann frei nach dem B\u00fchnenst\u00fcck \u201eRevolutionsbryllup\u201c (1906) von Sophus Micha\u00eblis &#8211; Kamera: Christen J\u00f8rgensen, Hans Scheib &#8211; Darsteller: Diomira Jacobini, Karina Bell, Walter Rilla, G\u00f6sta Ekman, Fritz Kortner, Paul Henckels &#8211; Produktion: Terra-Film A.G., Berlin &#8211; Premiere: 03.10.1928 (Berlin) &#8211; Format: 35mm &#8211; Farbe: schwarzwei\u00df &#8211; Colour black and white &#8211; Zwischentitel: D\u00e4nisch &#8211; Musik: Richard Siedhoff (Piano) Richard Siedhoff (Jahrgang 1987) ist Stummfilmmusiker und Komponist. Seit 2008 begleitete er weit mehr als 300 Stummfilmklassiker mit Eigenkompositionen und konzipierten Improvisationen am Klavier sowie gelegentlich an der Kinoorgel und gilt als einer der gefragtesten Nachwuchstalente auf seinem Gebiet. Er ist Hauspianist im Lichthaus Kino Weimar, dessen Stummfilmprogramm er kuratiert. Zudem ist er als Komponist, Pianist und Darsteller f\u00fcr Film, Theater und Kabarett t\u00e4tig. &#8211; Musik: Mykyta Sierov (Oboe) Mykyta Sierov wurde in Kiew (Ukraine) geboren. Er erhielt seinen ersten Musikunterricht im Alter von sechs Jahren. Nach dem Studium an der Kiewer Musikakademie wechselte er an die Hochschule f\u00fcr Musik Franz Liszt Weimar, wo er den Masterstudiengang als Oboist absolvierte. Zur Zeit ist Mykyta Sierov als freischaffender Solist und Orchestermusiker t\u00e4tig. Mit verschiedenen Kammermusikgruppen spielt er nicht nur klassische Musik, sondern auch Jazz und Pop sowie eigene Kompositionen. 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